Ein Gewächshaus für Bridges of Hope 2


Vor ein paar Wochen war es endlich soweit: Nach langer Vorbereitung, rückte der Bau des Gewächshauses für die Kinder von ‚Bridges of Hope‘ rückte immer näher.

Bei meiner Verwandten in der Nähe von Durban angekommen, begannen wir gemeinsam mit der konkreten Planung: Welche Materialien sollten wir wo kaufen? Was mussten wir alles beachten? In welchen Maßen brauchten wir die Materialien? Hatten wir uns auch wirklich nicht verrechnet und hatten wir an alles gedacht?

Die Tatsache, dass meine Verwandte Tochter eines Schreiners war und ihr Häuschen selbst gebaut hatte, war hierbei unendliches Glück. Zudem stattete uns Marguerite mit allem nötigen Werkzeug aus und steckte uns mit ihrer südafrikanischen ‚Alles-wird-schon-irgendwie-klappen‘-Mentalität an.

Eine kleine negative Nachricht gab es noch im Vorfeld: Die Kinder hatten Windpocken bekommen. Da damit nicht zu spaßen ist, verschoben wir unser Vorhaben um ein paar Tage und klärten nochmal mit unseren Eltern daheim ab, dass wir bereits als Kinder Windpocken hatten.

Und dann sollte es endlich losgehen. Nach einer einstündigen Fahrt durch das hügelige Hinterland von KwaZulu Natal erreichten wir den Hof. Da wir keine Zeit zu verlieren hatten, zogen wir zu dritt sogleich los, um im nächsten Städtchen alle Materialien zu besorgen. Auch hierbei war es von großem Vorteil, Marguerite dabeizuhaben, da sie noch letzte Tipps geben konnte, welches Holz sich für die südafrikanischen Verhältnisse als besonders witterungsbeständig erweist oder welche dichtenden Stoffe sich als am geeignetsten erweisen. Doch selbst die genaue, deutsche Planung konnte uns nicht auf das südafrikanische Verhältnis zur Zeit vorbereiten. Nach einigem Hin und Her, Diskussionen über angeblich nicht vorhandene Hölzer, eben noch dagewesenen Materialien, die auf einmal beim Aufladen auf den über Umwege organisierten Transport nicht mehr aufzufinden waren, verließen wir etwas platt nach fünf Stunden den Baumarkt.

Eines wurde uns auf jeden Fall klar: Unsere Zeitplanung von zwei bis maximal drei Tagen war ganz schön knapp angesetzt. Also machten wir uns mit Vollgas an die Arbeit. Mit undenklicher Geduld zeigte uns Marguerite alle Tricks und Kniffe mit dem Bohrer, der Säge und allen anderen Geräten.

Nach einer kurzen Nacht begannen wir in aller Frühe am nächsten Tag zunächst damit, das Grundgerüst aus Holzbalken zu bauen. Die vier fertigen Teile wurden dann im Anschluss auf der zuvor geebnete Fläche, auf der das Gewächshaus stehen sollte, zusammengebaut. Der Regen erschwerte die Arbeit ein wenig, so dass wir den Großteil der Elemente unter dem Dach einer größeren Garage anfertigten und für eine längere Haltbarkeit ölten. Eine weitere Herausforderung bestand in der Giebelkonstruktion für ein stabiles Dachgerüst. Zum Glück fanden wir noch einen Fluter, sodass wir am späten Abend den Aufbau des Gerüstes fertigstellen konnten.

Auch am dritten Tag gins sehr früh aus den Federn. Mit Hochdruck schraubten wir die Wände aus Wellblech und die Dachelemente auf das Gerüst. Neben zusätzlichen Blenden an den Ecken, stellten wir zudem den Innenraum des Gewächshauses mit langen Blumenkästen fertig.

Kaum realisiert, dass wir es tatsächlich geschafft hatten, hieß es auch schon Abschied nehmen. Die Windpocken bedingten leider, dass wir nicht in dem Maße mit den Kindern Zeit verbringen und uns austauschen konnten, wie geplant. Trotzdem sind wir sehr froh, dass wir mit eurer Unterstützung das Gewächshaus bauen konnten. Das Gewächshaus wird dank euch ein wichtiger Bestandteil der nachhaltigen und ausgewogenen Ernährung der Kindern darstellen.

Da uns Marguerite alle nötigen Gerätschaften zur Verfügung gestellt hatte, benötigten wir sogar weniger Geld als ursprünglich geplant. Wir freuen uns deshalb sehr, dass es zudem möglich war, ein Bildungsprogramm zu unterstützen, welches die Kinder später im Jugendlichenalter für mögliche Berufe ausbildet und ihnen somit die Chance bietet, sich einmal selbst den Lebensunterhalt nachhaltig verdienen zu können. Gerne könnt ihr unter iKhethelo Children’s Village (www.ikhethelo.org) mal vorbeischauen.
Wir haben auf jeden Fall viel gelernt, viel erlebt und nochmal einen ganz anderen Zugang zu Südafrika erhalten – einem wunderschönen, faszinierenden Land mit umso größeren Problemen, aber welches auch ein Land voller Optimismus, Ideen und Fortschritt verkörpert.

In diesem Sinne: Vielen Dank an alle, die die Umsetzung dieses kleinen Projektes ermöglicht haben!!!


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