Südafrika (III): Durban – Wild Coast – PE


Während unserer Zeit in der Nähe von Durban fuhren wir mit unserem kleinen Hüpfer auch mehrmals nach Durban, auch Spicy City genannt. Der hohe Anteil an indischen Einwanderern, unter denen sich auch Mahatma Ghandi befand, führt zu herrlich duftenden Spice Markets und afrikanischen Gerichten mit starkem indischen Einfluss.

Nachdem wir uns mit Masala, Samosas und einem originalen Bunny Chow, einem halben Brotlaib gefüllt mit Hühnchencurry, eingedeckt hatten, ging es quer durch die Stadt. Hier ist v.a. die Florida Road zu empfehlen, mit vielen Bars und Cafés.

Ein Adrenalin-Highlight wartete noch auf uns. Jonas wollte sich beim Big Rush, dem höchsten Bungee-Swing der Welt quer durch das Moses Mabhida Stadium schwingen. Das Stadium war zu Zeiten der WM 2010 Schauplatz der Deutschlandspiele gegen Australien und gegen Spanien.

Mit wackeligen Knien ging’s auf einem der Bögen hinauf, die sich über das Stadium spannen, mit einer herrlichen Aussicht über Durban und das Meer. Noch kurz abgelenkt und schon hieß es: 3, 2, 1 … Juuuump. Was für eine Erfahrung! Falls ihr mal in Durban sein solltet, dürft ihr diesen Adrenalin-Kick nicht verpassen! Ein extra Video des gesamten Sprungs seht ihr hier.

Aufgekratzt machten wir uns auf zur Strandpromenade, um den Surfern am Shark Rock Pier zuzusehen.

Nach ein paar schönen Tagen zogen wir dann weiter an die Wild Coast. Einen ersten Stopp legten wir in Port St. Johns ein. Da die meisten Hostels ausgebucht waren, übernachteten wir im Mad Hatters, welches einem eine etwas andere Backpacking-Erfahrung versprach. Nun, anders war es definitiv: Hier hatten wir unsere erste und eigentlich auch einzige extrem negative Erfahrung mit Hostels. Verwundert darüber, dass alle Türen sperrangelweit offen standen, schlug uns ein beißender Schimmelgeruch entgegen, sobald wir über die Schwelle traten. Von den vier Kakerlaken erwischten wir zwei und beschlossen, an diesem Abend lieber nicht zu duschen, da der Duschvorhang ebenfalls sehr lebendig wirkte. Da wir dieses Hostel schon im Voraus bezahlen mussten (ein Zeichen ?!), beschlossen wir das Beste daraus zu machen und begaben uns in das sehr empfehlenswerte Amapondo, um dort bei Drinks die Flecken in der Matratze zu vergessen und die Zeit im Zimmer zu minimieren. Am nächsten Tag ging ja auch schon wieder früh weiter zur Coffee Bay. Aufgrund einschlägiger Empfehlungen und der großen Beliebtheit – auch unter den Südafrikanern – hatten wir im Hostel Coffee Shack schon Monate im Voraus eine Hütte im Xhosa-Stil mit Meerblick reserviert. Dort angekommen, erwartete uns ein liebevoll geführtes Hostel, gefüllt mit Backpackern und Surfern. Am nächsten Morgen begaben wir uns auf eine gemeinsame Wanderung entlang der Küste mit Picknick am Hole in the Wall. Von dem schmalen Klippenpfad erspähten wir neben vielen Schafen und Nguni auch eine Delfinschule im Wasser. Einer der einheimischen Hostelmitarbeiter lachte und sagte: „Mir tun die ganzen Leute leid, die so viel Geld zahlen müssen, um hierher zu reisen. Denn ich wohne am schönsten Ort der Welt.“

Schweren Herzens ging es für uns nach zwei Tagen weiter nach Cintsa. Etwas weniger abgelegen, aber ebenfalls bezaubernd schön, bezogen wir unser Bungalow in der Buccaneers Lodge & Backpackers mit Blick auf die Lagune, den dahinter liegenden Strand, Sanddünen und das Meer.

Von Cintsa aus fuhren wir am nächsten Morgen nach Port Elizabeth, kurz PE, welches wir am frühen Nachmittag erreichten. Dort stellten wir unser Auto bei der ebenfalls sehr empfehlenswerten Lungile Backpackers Lodge ab und schlenderten beim Sonnenuntergang die Promenade entlang.

Am frühen Morgen, einen Tag vor Weihnachten, gaben wir unser Auto am Flughafen ab und stiegen ins Flugzeug nach Kapstadt.

Im nächsten Artikel möchten wir euch von unserem weihnachtlichen Ausritt am Strand von Noordhoek und unserer Zeit in den Zedernbergen im Hinterland von Kapstadt erzählen.

 

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