Südafrika Rundreise (V): Cape Town


Nach ein paar schönen Tagen in den Cederbergen, bezogen wir ein Zimmer im Hostel The Backpack, mitten im zentralen Tamboerskloof in Kapstadt. Bevor sich unsere dreimonatige Weltreise dem Ende neigte, wollten wir hier noch ein paar Tage verbringen.

Kapstadt wird jedes Jahr als eines der schönsten Städte dieser Welt gelistet und das nicht zu unrecht. Vor zwei Jahren hatten wir unser Herz schon an das Kap verloren und auch dieser Aufenthalt bestätigte die Schönheit der Stadt aufs Neue. Auf der Long Street fällt die Wahl der Bar schwer, hoch oben im Kurs stand für uns die Tjing Tjing Rooftop Bar, bei der man am Sushi Lokal vorbei hinauf zur Bar zwischen dem Dachgebälk steigt. Weitere Ausgeh-Möglichkeiten bieten u.a. auch die Bree Street und Kloof Street.

Früh, sehr früh am nächsten Morgen fuhren wir zum Lions Head, um dort bei Sonnenaufgang die Spitze zu erklimmen und der Stadt beim Aufwachen zuzusehen. Frühes Aufstehen lohnt sich hier nicht nur wegen der schönen Stimmung, sondern auch, um die Massen der späteren Stunden zu vermeiden, die bei engeren Aufstiegspassagen zu menschlichen Staus führen und dem ganzen seinen Reiz ein wenig nehmen. Von daher: Der frühe Vogel fängt den Wurm oder so ähnlich und man trifft ein paar Locals beim Joggen – Insider grüßen :)

Nach einem Frühstück in der Knead Bakery auf der Kloof Street, verbrachten wir den restlichen Tag am Strand von Camps Bay. Am nächsten Tag ging ebenfalls in aller Frühe hoch zum Signal Hill, von wo aus wir zum Tandem-Paragliden starten sollten. Doch die Windbedingungen machten uns einen Strich durch die Rechnung, weshalb wir zu einem gemütlichen Frühstück zu unserem Hostel zurückkehrten und auf den Anruf der Veranstalter warteten, dass es endlich losging. Afrika ist nun mal Afrika und so wurden wir trotz mehrmaligen Anrufens vergessen. Egal, ‚This is Africa‘ hat ja auch seine guten Seiten, so dass alles irgendwie schon klappt. Mittags um zwei Uhr stürzten wir uns dann mit einem erfahrenen Paragliding-Guide den Hang von Signal Hill hinunter, schraubten uns in luftige Höhen mit Aussicht auf den Tafelberg, City Bowl, V&A Waterfront, Robben Island und Camps Bay, bis es wieder hinab ging zur Landung an der Promenade von Sea Point.

Mit wackeligen Knien und einem breiten Grinsen auf dem Gesicht, sprangen wir in ein Taxi zum BooKap und schlenderten gemütlich durch die Gassen zurück zu unserem Hostel in Tamboerskloof. Abends gingen wir auf der nahegelegenen Kloof Street zum Burgeressen in den vielgelobten Burger Joint und schlürften ein paar Cocktails in lässiger Atmosphäre im Hof des Yours Truly, in dem ein Projektor Skatervideos an die Hauswand warf.

Nach unserem Besuch des Neighbouroughs Markets in der Old Buiscuit Mill, freute ich mich ganz besonders auf einen ausgedehnten Tag in Woodstock, dem Hub der Kreativen und Selbständigen in Kapstadt. Nur, dass leider aufgrund der Ferienzeit die meisten Cafes und Läden geschlossen hatten. Nun, ein weiterer Grund für einen weiteren Kapstadt-Besuch :). Hier die Highlights:

  • Old Buiscuit Mill: Deli, PotLuck, The Test Kitchen (aber Vorsicht: etwas teuer und reservieren unbedingt nötig), jeden Samstag ziehen die Kapstädter zum Neighboroughs Market
  • Woodstock Foundry: Süßer Innenhof und viele kleine Boutiquen bzw. Gallerien
  • Woodstock Exchange: Startup-Hub und Manufakturen

Auf dem Rückweg in die Stadt holten wir uns noch einem Cappuccino bei Truth Coffee, welche zur besten Kaffeerösterei der Welt gekürt wurde. Geschwind noch ein Bunny Chow im Eastern Food Bazaar geholt, welcher sehr versteckt mitten ind er Stadt liegt und bei einheimischen sehr beliebt ist. Durch den Company’s Garden und vorbei an der National Art Gallery drehten wir unsere Runde zurück zum Hostel.

Am Tag von Silvester fuhren wir nach einem kurzen Abstecher zur V&A-Waterfront zum Picknicken an den Sunset Beach außerhalb von Kapstadt, um den Kitesurfern bei den Sprüngen vorm Tafelberg zuzusehen. Danach erfuhren wir an der Talstation der Gondel, welche uns hinauf zum Tafelberg bringen sollte, dass eine Auffahrt nicht mehr möglich sei, da der Wind zu stark geworden war. Zum Glück waren wir vor zwei Jahren schon einmal oben gewesen, um die Aussicht vom Hochplateau über die Stadt zu genießen und uns anschließen abzuseilen. Aus diesem Grund entschlossen wir uns, unsere Karten zurückzutauschen und statt dessen den letzten Sonnenuntergang von 2014 am Hang des nahegelegenen Signal Hills zu bejubeln. Zum Abendessen fanden wir uns wieder in der Kloof Street im Yours Truly ein. Im Anschluss stiegen wir hoch zur Rooftop Terrace, wo wir bei sündhaft guten Mojitos dem Jahreswechsel entgegegen tanzten.

 

 

Oh Kapstadt, was bist du nur für eine tolle Stadt!

 

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