Südafrika (IV): Kommetjie – Zederberge – West Coast 1


Für Weihnachten hatten wir uns für ein kleines Hostel in dem Strandort Kommetjie etwa eine halbe Stunde außerhalb von Kapstadt und in der Nähe des Chapman Peak Drives entschieden.

Frisch aus dem Flieger gestiegen, wollten wir uns am Nachbarstrand von Noordhoek einen lang gehegten Traum erfüllen: Ein Ausritt entlang des weißen Sandstrandes. Vielleicht war der eine oder andere von euch ja schon einmal am Strand ausreiten und kann diese tolle Atmosphäre nachvollziehen. Während wir die Pferde in Richtung Wasser lenkten, konnten wir hinter uns die einmalige Berglandschaft des Kaps bewundern.

Am Weihnachtsmorgen zogen wir los, um in Kalk Bay zu frühstücken. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass bei Sonnenschein, Palmen und Blick aufs Meer nicht wirklich Weihnachtsstimmung aufkommt. Einige Südafrikaner nahmen das warme Wetter mit Humor und führten ihre Weihnachtsmann-Mütze spazieren. Noch ein Kaffee und dann stürzten wir uns in den Trubel bei Pick’n Pay, um die Zutaten für unser Weihnachtsmenü einzukaufen. In südafrikanischer Tradition wollten wir ein Braai auf dem Balkon der Eco Wave Lodge machen.

Vollbepackt mit Beef Pie, Droewors, Biltong und Bierchen setzten wir uns nach dem erfolgreichen Weihnachtseinkauf an den Strand von Kommetjie mit Blick auf Hout Bay.

Wieder im Apartment haben wir noch mit unseren Familien geskyped und uns dann neben dem Braai gemütlich eingerichtet.

In der Früh des ersten Weihnachtsfeiertages fuhren wir durch die Weinregionen Stellenbosch, Paarl und Frankschoek in die Region der Zederberge. Im einsamen Hinterland von Kapstadt erhebt sich eine massive Bergkette aus rotem Sandstein. Die dünne Besiedelung führt zu tiefschwarzen, glasklaren, sternen- und sternschnuppenreichen Nächten. Die Besitzer der Gecko Creek Lodge laden die wenigen Gäste zu einem afrikanischen Trommelkurs am Lagerfeuer ein und erzählen uns ihre interessante Lebensgeschichte. Nach dem Verkauf seiner erfolgreichen Werbeagentur hat er das riesige Grundstück in der Einöde gekauft und Stück für Stück ein kleines Haus, Sanitäranlagen, einfache Zelte und Holzbungalows sowie einen Pool aufgebaut. Seine Partnerin, eine kanadische Profi-Western-Reiterin, lernte er kennen, als sie ihren Urlaub in der Lodge verbrachte. Gemeinsam pflanzen sie hochwertigen Bio-Roibos an und verbringen jedes Jahr sechs Monate in Kalifornien, dem größten Absatzmarkt für Tee.

Was für ein Leben, was denkt ihr?

Nach zwei Tagen voller Ausflüge in die Berge, einer Wanderung zu einem im Bergmassiv liegenden Wasserfall, dem Besuch eines Weingutes und schönen, entspannenden Stunden mit Blick über das zur Lodge gehörende Tal, fuhren wir entlang der Westküste zurück nach Kapstadt. In Lambert’s Bay legten wir zum Mittagessen noch einen Stopp im Muisbosskerm Seafood Restaurant ein. Vor allem bei weißen Südafrikanern sehr beliebt, gibt es hier ein Stunden andauerndes Buffet aus fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten, Früchten und Beilagen. Unter einfachen Sonnensegeln und auf rustikalen Bänken wird mit Blick auf das raue Meer mit den Füßen im Sand gespeist. Wer nun Lust bekommen hat, sich unter die Einheimischen zu mischen, sollte unbedingt vorreservieren. Etwas näher an Kapstadt gelegen, dementsprechend aber auch hochfrequentiert ist das Strandrestaurant Strandloper, dem einen oder anderen bekannt aus dem Bachelor.

Was wir alles in Kapstadt unternommen und erlebt haben, möchten wir euch unbedingt in unserem nächsten Artikel berichten.

 


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